Die Thalmässinger Faschingswächter wurden am 11.11.2011 als
Teil der Thalmässinger Faschingsfreunde gegründet. Nach langer
Vorbereitungszeit trafen sich 11 Faschingsbegeisterte um eine eigene
Brauchtumsgruppe zu gründen.
Als Brauchtumsfigur entschied man sich für den Wolf als
Wächter und Beschützer. Diesem liegt die Sage der weißen Frau vom Landeck
zugrunde.
Fast jedes Kind in Thalmässing kennt diese Sage, welche von
einer weiße Frau handelt, die ein weißes Gewand trägt und weiße Haare hat. Sie
streift in kalten Winternächten bei Vollmond zwischen der ehemaligen Burg
Landeck und dem naheliegenden Land um Stauf durch die Wälder und treibt dort
ihr Unwesen. Begleitet wird sie dabei stets von ihren Wölfen, welche sie selbst
vor Unheil beschützen.
Die Thalmässinger Faschingswächter haben sich hingegen zur
Aufgabe gemacht, den Fasching selbst zu beschützen und zu bewahren. Dieser lag
vor einigen Jahren in Thalmässing sprichwörtlich am Boden, bis zur Entscheidung
den Umzug auf Samstag zu verlegen. Durch den unermüdlichen Einsatz weniger
Idealisten hat sich der jetzt sehenswerte Umzug mit über 60 Gruppen entwickelt.
So wie die Wölfe auf die weiße Frau achten, haben die Faschingswächter ein
wachsames Auge auf das Faschingsgeschehen in Thalmässing.
Der Schlachtruf der Faschingswächter lautet deshalb auf ein
lautes, dreifaches: „Wächter – pass auf!“
Aus den anfangs 11 Gründungsmitgliedern ist mittlerweile
eine Gruppe von über 20 aktiven Maskenträgern geworden. Jeder führt an Umzügen
eine selbstgebaute und individuell gestaltete Teufelsgeige mit sich, von klein
und leicht bis zu lebensgroß und mächtig. Mit Schellen, Rasseln und Trommeln
wird laut und kräftig auf sich aufmerksam gemacht.
Zu guter Letzt sagen die Wächter DANKE an die vielen
Mitwirkenden im Hintergrund. Vom Maskenschnitzer über die Kostümschneiderinnen
bis hin zu den Busfahrern, ohne dieses Engagement wäre vieles nicht möglich!
